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Workshop Fotografie
von Michael

Es braucht nicht viel um gute Fotos für unsere Site zu machen und das bisschen das man braucht könnt ihr hier nachlesen.
Folgende Punkte sind zu beachten:

1) Hintergrund
2) Licht
3) Belichtung
4) Schärfe
5) Weißabgleich
6) Mit den Figuren auf selber Höhe

 

1) Hintergrund

Wir brauchen für die Site einen neutralen, weißen Hintergrund. Die meisten Menschen haben aber keinen Phototisch zu hause stehen.
Einen solchen Hintergrund kann man auch mit Papier oder einem weißen Leintuch bauen. Große Papierbögen bekommt man für ganz wenig Geld in einem Copyshop, das weiße Leintuch findet man meistens für umsonst bei den Großeltern im Schrank.
Für Legofiguren reicht auch ein A4 Blatt, es kommt immer auf die Größe des Objekts an.

Ihr befestigt den Hintergrund so, dass er durchhängt. Auf diese Art entsteht keine Kante im Hintergrund und verlauft auf diese Art. So bleibt die Figur/das Raumschiff/ die Statue/ etc. das einzige Bildwichtige, nichts lenkt davon ab.

2) Licht

KEIN BLITZ.
Blitzlicht erzeugt grelles Licht, direkt von vorne. So entstehen helle Flecken und sehr dunkle Stellen. Ziel ist es, ein möglichst schön ausgeleuchtetes Bild zu erzeugen.
Das erreicht man mit drei Lichtquellen. Das können ruhig normale Schreibtischlampen sein. Die Lampen platziert man links, rechts und vor dem Objekt. Ich verwende drei Lampen mit Klemmfuß. Links habe ich eine matte 60W Lampe, in der Mitte eine 40W Reflektorlampe und rechts eine 100W Reflektorlampe.

Damit eine Figur Leben bekommt, muss man ein wenig mit Licht und Schatten arbeiten. Starkes Licht von vorne, lässt die Figur platt wirken, bei zu wenig Licht, wird die Figur generell zu dunkel.
Aus diesem Grund habe ich die Lampen so wie oben beschrieben angebracht. Die stärkste Lampe ist an der rechten Seite, dadurch bekommt die Figur genug Licht von vorne. Das Licht fällt aber nach links ab und so bekommt die Figur Struktur. Um auf der rechten Seite die dunklen Stellen nicht zu stark werden zu lassen, habe ich eine schwächere Lampe verwendet, damit die Schatten wieder Licht bekommen. Die Lampe von vorne gleicht den Kontrast der beiden Lampen an der Seite wieder aus. Trotzdem kommt das Hauptlicht von der Seite.

Es geht natürlich auch mit zwei gleichstarken Lampen links und rechts.
Man könnte auch mit einer Lampe arbeiten und mit einem weißen Blatt Papier Licht in die dunklen Stellen reflektieren.

Aber die erste und von mir verwendete Möglichkeit, ist die einfachste. Das Licht passt immer und man muss sich nicht mehr um dunkle Flecken oder zu helle Stellen kümmern und leben ist auch in dem Bild.

 

3) Belichtung

Die Belichtungszeit ist die Zeit, mit der man den Fotochip belichtet. Der Blitz muss abgeschaltet werden, das bedeutet die Kamera wird protestieren, weil sie die Belichtungszeit verlängern muss.
Eine längere Belichtungszeit bedeutet, dass man die Kamera nicht mehr in der Hand halten darf, weil man sonst das Bild verwackelt.
Wenn ihr also kein Stativ habt, dann stellt die Kamera auf irgendetwas so auf, dass sie genau in dem Winkel steht, wie ihr das haben wollt.
Löst die Belichtung aber bitte nicht per Hand aus, denn so berührt ihr die Kamera und habt eine gute Chance die Belichtung zu verwackeln, weil ihr die Kamera bewegt.
Deswegen bitte immer mit Selbstauslöser auslösen lassen!

4) Schärfe

Die meisten haben eine normale DigiCam und die haben selten einen manuellen Fokus. Das bedeutet, dass ihr die Kamera manchmal austricksen müsst um die gewünschte Scharfstellung zu bekommen und das ist ganz leicht.
Die Kameras stellen meistens dann nicht scharf so wie man es möchte, wenn man zu nahe am Objekt ist. Das Problem gibt es natürlich auch mit der Makroeinstellung. Die Figur muss aber nicht formatfüllend abgelichtet werden. Die Bilder auf der Site haben eine breite von 900 Pixel und das ist viel weniger als die DigiCams leisten, auch alte Kameras.

Ihr könnt die Figur ruhig kleiner fotografieren, das Bild wird dann einfach zurecht geschnitten und schon hat man das gewünschte Format.

Hilfreich kann es auch sein, wenn ihr nur in der Mitte messen laßt (Spotmessung) und dann die Kamera so bewegt wie ihr es wollt. Aber vorsicht, wenn der Punkt, denn ihr scharf haben wollte dann zu weit von der Mitte weg ist, kann es sein, dass es trotdzem nicht mehr scharf ist. Das liegt daran, dass die Tiefenschärfe nicht tief genug ist.

Die Tiefenschärfe wird über die Blendenöffnung kontrolliert, umso höher die Blendenzahl, umso mehr Tiefenschärfe habt ihr. Die Belichtungszeit verlängert sich aber auch, da eine hohe Blendenzahl eine kleinere Blendenöffnung bedeutet durch die das Licht auf den Chip kommt und dann braucht es mehr Licht auf dem Chip, also eine höhere Belichtungszeit.

Jede Kamera hat eine Zeitautomatik. Das bedeutet, das ihr die Blende einstellt und die Belichtungszeit wird automatisch angepasst.

5) Weißabgleich

Jede Lichtquelle hat ihre eigene Wellenlänge und damit eine andere Farbe. Kunstlicht ist gelblich und kann für die Kamera sogar rötlich sein. Aber das Bild sollte trotzdem weiß sein. Wie macht man das?
Mit einem Weißabgleich, das bedeutet, ihr richtet die Kamera auf euren weißen Hintergrund und drückt auf den Weißabgleich der irgendwo in eurer Kamera zu finden ist. Damit sagt ihr der Kamera "Das ist weiß" und sie stellt sich auch die Wellenlänge des Lichts ein.

Es geht aber auch einfacher!
Jede DigiCam hat ein Programm mit einem Namen wie "Kunstlicht", "Partylicht" etc.. Ein Programm, das ihr sagt, dass sie jetzt mit Kunstlicht belichtet, dann stellt sie sich automatisch auf diese Wellenlänge ein. Das funktioniert in dem meißten Fällen.

6) Mit den Figuren auf selber Höhe

Die Ansichten von vorne, seite und hinten sollen so photographiert werden, dass man das Gefühl hat mit den Figuren auf selber höhe zu sein.
Das ist eigentlich ganz simpel. Die Kamera muss parallel zu der Figur stehen. Das bedeutet, das die Kamera nicht schief stehen darf, wenn die Figur gerade steht. Dann braucht ihr lediglich auf den Display sehen und wenn ihr nicht mehr von oben auf die Figur seht, sondern mit ihr auf einer Ebene steht, dann passt es.

Es gibt auch noch einen guten Indikator, an dem ihr festestellen könnt ob ihr die Kamera von oben oder auf selber Höhe fotografiert! Wenn ihr auch nur ein wenig von oben auf den Kopf sehen könnt, seid ihr noch immer über der Figur!

Auf dem Bild von dem LegoPiloten könnt ihr es sehen, ihr könnt über die Figur sehen, aber nicht von oben auf die Figur!

Das wars, im Prinzip habt ihr jetzt soviel Fachwörter gelernt und wißt was sie bedeuten, dass ihr in das nächste Fotographengeschäft gehen und einen Job annehmen könnt. Aber vergesst darüber nicht auf die Beschreibungen für diese Site!

 

 
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